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Maria – ihre Bedeutung in der Bibel und in der Heilsgeschichte

Beim Bibelgespräch im September 2026 in der Pfarrei Tegernheim stand im Mittelpunkt “Maria – ihre Bedeutung in der Bibel und in der Heilsgeschichte. Gemeinsam wurden ausgewählte Bibelstellen betrachtet und die Teilnehmer konnten entdecken, wie Maria im Vertrauen auf Gott ihren Weg geht und durch ihr „Ja“ Teil seines Heilsplans wird. Dabei stellte stellte sich auch die Frage: Was können wir heute von ihrem Glauben, ihrem Vertrauen und ihrer Offenheit für Gottes Willen lernen?

Den Teilnehmern wurden Informationsblätter ausgeteilt, die hier zu finden sind:
* Alle Bibelstellen zu Maria, Mutter Jesu, in der Bibel und Heilsgeschichte
* Auszüge aus dem Weltkatechismus der Kath. Kirche zur Jungfrau Maria

Zwei wichtige Aspekte wurden im Bibelgespräch tiefer thematisiert.
Bei der Marienverehrung gilt: Maria wird niemals um ihrer selbst willen verehrt, sondern immer nur wegen ihrer Beziehung zu Christus. Die MMC bringt das in ihren Grundsätzen ebenfalls zum Ausdruck: “Die Congregation nennt sich Marianisch. Sie stellt sich und ihre Mitglieder unter den besonderen Schutz Mariens und vertraut auf ihre Fürsprache bei Gott. Für die Sodalen der Congregation gilt: Durch Maria zu Jesus. Die Gottesmutter ist Vorbild und Wegweiserin zu ihrem Sohn.” Dieser enge Bezug ist auch im Emblem der MMC verdeutlicht – siehe Link.

Der Begriff der Schmerzensmutter ist eine traditionelle Bezeichnung für Maria, die Mutter Jesu Christi, in ihrer Rolle als trauernde Mutter unter dem Kreuz (Joh 19,25-27). Hier erfüllte sich die Weissagung des Simeon bei der Darstellung im Tempel: “… und deine Seele wird ein Schwert durchdringen”… (Lk 2,35). Die Tradition verwendet diesen Begriff auch für Maria bei der Kreuzabnahme mit dem abgenommenen, toten Jesus auf dem Schoß (wie die berühmte Pietà von Michelangelo). Diese Darstellung findet jedoch keine Entsprechung in der Bibel. Beim Kreuzweggebet ist bei der 13. Station allerdings dieses Thema aufgenommen “Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt”. In Text des Tegernheimer Steinkreuzweges ist dazu ausgeführt: “Maria ist kein Leiden fremd, sie ist den Kreuzweg mitgegangen, sie hat Erfahrung damit, was es heißt, ein Kind durch Gewalt zu verlieren, ohnmächtig zuschauen zu müssen, nichts tun zu können – außer mitleiden. Deshalb ist das Bild von Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß im Lauf der Jahrhunderte ein wichtiges Trostbild geworden. Gläubige, unter ihnen vor allem Frauen und Mütter, haben Trost gefunden vor dem Bild der leidenden Gottesmutter, mit der sie ihr eigenes Leiden besprechen konnten oder vor der sie, vom Leiden stumm geworden, ausharren konnten.”