Categories: Bezirk IV, Rückblick 2026

40 Jahre Marienkapelle und 100. Geburtstag des Erbauers Kasimir Sobolewski

Aus dem Zeitungsartikel in der Donaupost am 11.05.2025 von Martin Jäger
– Fotos und Video danach!

Marienkapelle seit 40 Jahren Ort der Hoffnung

Tegernheim. (mj) Mit einem Festgottesdienst bei der Marienkapelle am Tegelweg haben Pfarrei, Vereine und die polnische katholische Mission Regensburg am Samstag den 40. Jahrestag der Errichtung des Andachtsortes gefeiert und zugleich dem 100. Geburtstag des Erbauers Kasimir Sobolewski gedacht.

Seit vier Jahrzehnten, so Pfarrer Andreas Kuniszewski in seinen einleitenden Worten, versammeln sich Menschen in Tegernheim vor dem Bild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau mit Sorgen, Gebeten und stillen Bitten. Viele Beter, seien es Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine, hätten Kraft gefunden und gespürt, dass Gott sie nicht allein lässt. Eine weitere Intention des Gottesdienstes sei zudem, dass auch kommende Generationen diesen Ort des Glaubens aufsuchen, um Trost, Hilfe und Hoffnung zu erfahren.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Kuniszewski, der der Eucharistiefeier zusammen mit Pater Józef Maziarz und Pfarrvikar Laban Nanduri vorstand, an Kasimir Sobolewski, der sich vor 40 Jahren in schwerer Krankheit der Gottesmutter anvertraut und im Falle seiner Heilung versprochen hatte, eine Kapelle zu Ehren Mariens zu errichten. Nach der gelungenen Operation habe der behandelnde Arzt geäußert: „Wir haben zwar alles medizinisch Mögliche getan, aber es scheint, dass Sie auch Hilfe von oben hatten.“ Dieses Zeugnis stelle nicht Wissenschaft gegen Glauben, es zeige aber deutlich, dass der Mensch handeln und forschen dürfe, aber letztlich alles Leben Geschenk Gottes bleibe. Nach seiner Genesung entstand mit großer Arbeitsleistung und viel Herzblut die Gnadenstätte, die im gleichen Jahr vom damaligen Pfarrer Franz Listl eingeweiht wurde. Kapellen, so Pfarrer Kuniszewski, gehören insbesondere in Bayern zum Landschaftsbild und erzählen vom Glauben der Vorfahren, dass Gott auf diese Weise einen Platz mitten im Alltag der Menschen finden soll. Die Schwarze Madonna von Tschenstochau, die als Königin Polens verehrt wird, zeige in ihren Wunden die Verbundenheit sowohl mit dem polnischen Volk als auch mit ihrem Sohn, der am Kreuz für die Sünden der Menschen gelitten habe. Das Vertrauen eines einzelnen Menschen und seine Tat, so der Geistliche, trage in Tegernheim noch nach Jahrzehnten Früchte. Orte wie diese würden gebraucht, da man hier Gott näher als im Alltag sei. Pfarrer Kuniszewski dankte abschließend Hanna Sobolewski, die das Vermächtnis ihres Ehemannes weiterführt, und ihrer gesamten Familie für die Pflege der Kapelle. Eingeschlossen wurden auch alle Personen und Institutionen, die die Jubiläumsfeier ermöglicht hatten, besonders die MMC mit Obmann Herbert Ettle, die Vereine, die mit ihren Fahnen erschienen waren und die Blaskapelle, die den Gottesdienst musikalisch würdevoll gestaltet hatte.

Ergänzung:

Seit Beginn ist die Kapelle stets wunderbar geschmückt und die vielen gestifteten Kerzen zeugen von der Verehrung Mariens durch Gläubige aus Fern und Nah. Die Kapelle wird nicht nur von vorbeikommenden Einzelpersonen aufgesucht. Sie ist auch durch Andachten zu allen Jahreszeiten Anlaufpunkt für verschiedene Gruppen. So feierten und feiern größtenteils noch heute Andachten an der Marienkapelle: der Frauen- und Mütterverein, die Kolpingsfamilie, die Kath. Arbeitnehmerbewegung, die Marianische Männer-Congregation als kirchliche Verbände, aber auch weltliche Vereine wie die Schützengesellschaft Adlerseige, der Krieger- und Reservistenverein, die Frauenunion und andere Gruppierungen. Nicht zuletzt kommt die polnische Kirchengemeinde regelmäßig hierher zur Marienkapelle.

Von Maiandachten, Rosenkranzgebeten bis hin zur Waldweihnacht werden verschiedene Formen von Gottesdiensten zu Ehren der Gottesmutter gefeiert. Eine ganz besondere Stimmung kommt vor allem durch die musikalische Gestaltung auf. Auch hier gab es eine Vielzahl von Gruppen, die an der Marienkapelle zum Lobe Gottes und zu Ehren von Maria sangen oder musizierten: Kirchenchor, Männergesangsverein, Chor Cantico und die Tegernheimer Sängerinnen, um nur einige zu nennen.

Nachfolgend Fotos und danach auch ein Video.

Die Bilder sind überwiegend von Martin Jäger: